Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (LKGS)

Logopädie einfach erklärt. Das Lexikon von Bona Lingua

Als Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (LKGS) bezeichnet man eine angeborene Spaltbildung, bei der Lippe, Kiefer, Gaumen und/oder das Gaumensegel nicht vollständig zusammengewachsen sind. Die Ausprägung ist sehr unterschiedlich und reicht von einer kleinen Lippenspalte bis zu einer durchgehenden Spalte.

Man unterscheidet zwei Formen: Bei der nichtsyndromalen Spalte tritt sie isoliert auf, bei der syndromalen Spalte im Rahmen eines übergeordneten Syndroms gemeinsam mit weiteren Merkmalen. Welche Bereiche genau betroffen sind, beeinflusst, welche Funktionen beeinträchtigt sein können. Eine Rolle spielen dabei der Gaumen und der Gaumensegelreflex. Die LKGS ist die häufigste der kraniofazialen Fehlbildungen.

Bedeutung für die Logopädie

Logopädisch stehen vor allem das Näseln (Rhinophonie) sowie Aussprache- und Artikulationsstörungen im Vordergrund, weil der Verschluss zwischen Mund- und Nasenraum verändert sein kann. Bei Säuglingen kann zudem eine Fütterstörung auftreten, also Schwierigkeiten beim Trinken und bei der Nahrungsaufnahme. Die Therapie wird auf das Alter und die jeweilige Versorgung abgestimmt, erfolgt meist im Zusammenspiel mehrerer Fachrichtungen und begleitet Betroffene oft über einen längeren Zeitraum.

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An dem Eintrag zu Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (LKGS) hat mitgewirkt

Valerija Kozmidi-Galic

Staatlich anerkannte Logopädin

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