Dysodie (Störung der Gesangsstimme)
Als Dysodie bezeichnet man eine Störung speziell der Gesangsstimme. Sie ist von der Dysphonie zu unterscheiden, die die Sprechstimme betrifft. Eine Dysodie kann auch dann bestehen, wenn die Sprechstimme im Alltag unauffällig klingt.
Betroffen sind vor allem Menschen, die viel singen, etwa Sängerinnen und Sänger in Ausbildung oder Beruf. Als Ursachen kommen unter anderem eine ungünstige oder nicht erlernte Gesangstechnik und eine dauerhafte Überlastung der Stimme in Betracht. Bemerkbar machen kann sich eine Dysodie zum Beispiel durch eine eingeschränkte Tonhöhe, einen unsauberen Stimmklang oder eine schnelle Ermüdung beim Singen, während die Stimme im Sprechen oft noch belastbar bleibt. Eine Rolle spielt dabei auch die Stimmbelastung.
Bedeutung für die Logopädie
In der Stimmtherapie geht es darum, die Stimme zu entlasten und eine gesunde, tragfähige Stimmtechnik aufzubauen. Dazu gehört das bewusste Zusammenspiel der verschiedenen Stimmregister, etwa von Bruststimme und Fistelstimme. Die Therapie wird auf die jeweiligen stimmlichen Anforderungen abgestimmt und erfolgt bei Bedarf in Abstimmung mit ärztlicher Behandlung.
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