Tracheal­kanülen­manage­ment Ihre Expertinnen und Experten

Das Trachealkanülenmanagement ist immer ein interdisziplinärer Prozess, an dem Logopäden, Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal und die teilweise die Patienten selbst involviert sind. In der Logopädie liegt der Schwerpunkt dabei besonders auf dem Schluckakt und der Sicherung der Atemwege während des Schluckens.

Die Reihenfolge der Liste ist zufällig gewählt.

Svenja Jägemann

Svenja Jägemann

- Staatlich anerkannte Logopädin. Schwerpunkte: Allrounder
Porträt von Louisa Sellig, Staatlich anerkannte Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin

Louisa Sellig

- staatlich anerkannte Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin
Porträt von Marie Schütte, Staatlich anerkannte Logopädin

Marie Schütte

- Staatlich anerkannte Logopädin. Schwerpunkte: Sprachentwicklungsstörungen, Stimmstörungen, neurologische Krankheitsbilder …
aylin hill logopädin

Aylin Hill

- Staatlich anerkannte Logopädin. Schwerpunkte: Kindersprache, Sprachentwicklungsstörungen, neurologische Störungsgebiete, Dysphagie, Ess- und Fütterstörungen …
Porträt von Lena-Maria Deutsch, Staatlich anerkannte Logopädin

Lena-Maria Deutsch

- Staatlich anerkannte Logopädin, Dysphagie-Fachtherapeutin. Schwerpunkte: neurologische und degenerative Erkrankungen, Kindersprache …
Porträt von Janice Herden, Logopädin (B.Sc.)

Janice Herden

- Staatlich anerkannte Logopädin (B. Sc.), Dysphagie-Fachtherapeutin. Schwerpunkte: neurologische Störungsbilder, Wachkoma, TK-Management, Aphasie …
Nicole Hoyer Garcia Logopaedin

Nicole Hoyer Garcia

- Staatlich anerkannte Logopädin (B. Sc.), Muttersprache: Spanisch. Schwerpunkte: Sprachentwicklungsstörungen, Mehrsprachigkeit, myofunktionelle Störungen …
Porträt von Daniela Behrendt, Staatlich anerkannte Logopädin

Daniela Behrendt

- Staatlich anerkannte Logopädin. Schwerpunkte: degenerative neurologische Erkrankungen wie ALS, MS, Chorea Huntington oder Parkinson …
Logopädin Hannover Miriam Grote

Miriam Grote

- Staatlich anerkannte Logopädin (B. Sc.), Fachtherapeutin für Kindliche Dysphagien und Fütterstörungen. Schwerpunkte: neurologische/degenerative Erkrankungen …
Valerija Kozmidi - Logopädin

Valerija Kozmidi-Galic

- Staatlich anerkannte Logopädin. Muttersprache: Russisch. Schwerpunkte: Stottersymptomatiken, VED, AVWS, Neurologie …
Logopädin Johanna Wiese

Johanna Schweiger

- Staatlich anerkannte Logopädin (B. Sc.). Schwerpunkte: Sprachentwicklungsstörungen, neurologische Störungsbilder, Fütterstörungen, TK-Management …
Porträt von Kaspar Weist, Logopäde

Kaspar Weist

- Atem-, Sprech und Stimmlehrer. Schwerpunkt: Stimmtherapie
Porträt von Lara Morgner, Staatlich anerkannte Logopädin

Lara Morgner

- Staatlich anerkannte Logopädin.
ronja koehne

Ronja Köhne

- Staatlich anerkannte Logopädin. Schwerpunkte: Stimmtherapie, Kindersprache, Neurologie
Richard Seelig Logopäde

Richard Seelig

- Staatlich anerkannter Logopäde B. Sc, Dysphagie-Fachtherapeut. Schwerpunkte: neurologische/degenerative Erkrankungen, Stimm- und Aussprachestörungen, MST, AAP …
Porträt von Saya Ritze, Staatlich anerkannte Logopädin

Saya Ritze

- Staatlich anerkannte Logopädin. Schwerpunkte: Kindersprache, Stimmtherapie

Unsere Logopäden beraten Sie ausführlich und einfühlsam.

Unsere Logopädinnen und Logopäden beraten Sie ausführlich und einfühlsam. Themen einer Beratung sind zum Beispiel:

  • Trachealkanülenmanagement in der Logopädie
  • Trachealkanülenwechsel
  • Ursachen eines Tracheostomas
  • Pflege der Trachealkanüle
  • Sprechen mit Trachealkanüle
  • Sprechkanüle
  • Tracheostoma

Wir beraten Sie gerne. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine kostenfreie Erstberatung.

Häufige Fragen zum Trachealkanülenmanagement

Was ist Trachealkanülenmanagement?

Als Trachealkanülenmanagement bezeichnet man die umfassende Betreuung von Menschen mit einer Trachealkanüle. Dazu gehören die Einschätzung von Schlucken, Atmung und Stimme, die passende Therapie sowie die schrittweise Entwöhnung von der Kanüle (Dekanülierung), wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Weil dabei viele Fachbereiche zusammenwirken, ist es immer Teamarbeit – die Logopädie kümmert sich vor allem um das sichere Schlucken und das Wiedererlangen der Stimme.

Was machen Logopäden bei Schluckstörungen?

Wir untersuchen zunächst, wie sicher Sie schlucken können und ob dabei Nahrung, Flüssigkeit oder Speichel in die Atemwege gelangt. Auf dieser Grundlage üben wir gezielt: Wir kräftigen die am Schlucken beteiligte Muskulatur, erarbeiten Schlucktechniken und Haltungsänderungen und passen bei Bedarf die Konsistenz von Essen und Trinken an. Ziel ist es, das Schlucken so sicher und angenehm wie möglich zu machen und das Risiko einer Aspiration (Verschlucken in die Luftröhre) zu verringern.

Wie funktioniert das Sprechen mit Trachealkanüle?

Normalerweise strömt die Atemluft durch die Kanüle ein und aus und erreicht die Stimmlippen nicht – dadurch ist zunächst keine Stimme möglich. Mit einem Sprechventil (einem Einwegventil) oder einer speziellen Sprechkanüle wird die ausgeatmete Luft nach oben durch den Kehlkopf gelenkt, sodass die Stimmlippen wieder schwingen können. Voraussetzung ist meist, dass der Cuff entblockt ist. Das Sprechen üben wir behutsam und Schritt für Schritt gemeinsam mit Ihnen.

Kann man mit einer Trachealkanüle essen und trinken?

In vielen Fällen ja – entscheidend ist, wie sicher Ihr Schlucken ist. Deshalb steht am Anfang immer eine logopädische Schluckuntersuchung. Auf deren Grundlage legen wir gemeinsam mit dem behandelnden Team fest, welche Konsistenzen für Sie sicher sind und wie wir das Essen und Trinken Schritt für Schritt wieder aufbauen können.

Warum blockt man eine Trachealkanüle?

Der Cuff ist eine kleine aufblasbare Manschette an der Kanüle. Ist sie geblockt, dichtet sie die Luftröhre ab. Das kann helfen, die Beatmung zu sichern und zu verhindern, dass Speichel oder Nahrung in die unteren Atemwege gelangen. Sobald es der Zustand erlaubt, wird der Cuff im Verlauf oft entblockt – das ist häufig ein wichtiger Schritt, um wieder sprechen und schlucken zu können.

Wann wird eine Trachealkanüle ohne Cuff verwendet?

Eine ungeblockte Kanüle kommt in der Regel dann zum Einsatz, wenn das Risiko einer Aspiration ausreichend gering ist – etwa im weiteren Verlauf der Entwöhnung oder um das Sprechen und Schlucken zu erleichtern. Ob und wann das möglich ist, entscheidet immer das behandelnde ärztliche Team gemeinsam mit den Therapeutinnen und Therapeuten.

Welche Arten von Trachealkanülen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man Kanülen mit und ohne Cuff (geblockt oder ungeblockt), Kanülen mit einer Öffnung im Bogen (gefensterte bzw. Sprechkanülen) sowie Modelle mit oder ohne herausnehmbare Innenkanüle. Welche Kanüle für Sie geeignet ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab und wird ärztlich festgelegt.

Welche Nachteile hat eine Trachealkanüle?

Eine Trachealkanüle greift in natürliche Abläufe ein: Das Sprechen ist zunächst erschwert, Riechen und Schmecken können beeinträchtigt sein, und die Kanüle erfordert regelmäßige Pflege. Auch das Schlucken kann anfangs schwerer fallen. Viele dieser Einschränkungen lassen sich mit gezielter Therapie und guter Betreuung deutlich verbessern.

Was ist eine der häufigsten Komplikationen im Zusammenhang mit Trachealkanülen?

Zu den häufigen Problemen gehören zähes Sekret und Verkrustungen, die die Kanüle verlegen können, sowie das Verschlucken in die Atemwege (Aspiration). Regelmäßige Pflege, ausreichende Anfeuchtung der Atemluft und eine gute Schlucktherapie helfen, solche Komplikationen zu vermeiden.

Wie ist es, mit einer Trachealkanüle zu leben?

Für viele Menschen ist die Kanüle am Anfang eine große Umstellung – im Alltag, beim Sprechen und beim Essen. Mit der richtigen Unterstützung, etwas Übung und Zeit gewöhnen sich die meisten jedoch gut daran, und häufig werden Sprechen und Schlucken im Verlauf wieder möglich. Uns ist wichtig, dass Sie und Ihre Angehörigen sich in dieser Zeit gut begleitet und sicher fühlen.

Wie pflege ich eine Trachealkanüle?

Zur Pflege gehören unter anderem das regelmäßige Reinigen der Innenkanüle, die Versorgung des Tracheostomas und das ausreichende Anfeuchten der Atemluft. Die Pflege liegt vor allem im Bereich der ärztlichen und pflegerischen Versorgung – dort werden Sie und Ihre Angehörigen genau angeleitet. Wir in der Logopädie konzentrieren uns auf Schlucken, Stimme und Sprechen.

Wie oft sollte man eine Trachealkanüle reinigen?

Die Innenkanüle wird in der Regel mehrmals täglich und bei Bedarf gereinigt. Wie oft das im Einzelfall nötig ist, hängt von der Kanüle und Ihrer individuellen Situation ab und wird durch das ärztliche und pflegerische Team festgelegt.

Welche zwei Arten von Tracheotomien gibt es?

Man unterscheidet grundsätzlich die punktions- bzw. dilatative Tracheotomie, die häufig vorübergehend angelegt wird und sich nach dem Entfernen der Kanüle meist von selbst verschließt, sowie die chirurgisch angelegte (plastische) Tracheotomie, die in der Regel dauerhafter ist. Welches Verfahren gewählt wird, entscheidet das ärztliche Team – für Fragen dazu sind Ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte die richtige Anlaufstelle.

Wie lange darf eine Trachealkanüle liegen?

Die Wechselintervalle richten sich nach dem Kanülentyp und den Herstellerangaben und werden vom behandelnden ärztlichen und pflegerischen Team festgelegt. Dies fällt nicht in den logopädischen Bereich – bitte sprechen Sie dazu Ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte an.

Wie tief darf man tracheal absaugen?

Das Absaugen ist eine medizinisch-pflegerische Maßnahme, die von entsprechend geschultem Personal durchgeführt wird. Sie erfordert eine genaue Anleitung, um die Schleimhäute nicht zu verletzen. Da dies nicht zu den logopädischen Aufgaben gehört, wenden Sie sich hierzu bitte an Ihr behandelndes ärztliches oder pflegerisches Team.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung. Bei konkreten Fragen zu Ihrer Behandlung wenden Sie sich bitte an Ihr behandelndes Team – gern auch an uns im Rahmen einer persönlichen Beratung.