Jedes fünfte Kind ist ein "Late Talker"

Late Talker fördern

Spät-sprechende Kinder

Als „Late Talker“ bezeichnet man Kinder, die verspätet zu sprechen beginnen. Diese Einschränkung kann auch bei einer Hörstörung oder geistigen Behinderung vorliegen, jedoch spricht man in diesem Fall nicht von „Late Talkern“.

Aus fachlich-logopädischer Sicht ist „Late Talker“ die Bezeichnung für eine eigenständige Symptomatik: In der Regel weisen die Kinder dabei mit zwei Jahren nur einen aktiven Wortschatz von weniger als 50 Wörtern auf.
Des Weiteren werden meist keine Wortkombinationen (z.B.: „Mama komm!“) gebildet. Umgekehrt reagieren die betroffenen Kinder nicht oder unangemessen auf altersgemäße sprachliche Aufforderungen.
Etwa die Hälfte der Late Talker entwickelt in der Folge eine spezifische und ausgeprägte Sprachentwicklungsstörung. Deshalb sollte man so früh wie möglich mit einer Sprachtherapie beginnen!
Zusammenfassung der typischen Anzeichen:

  • Der Wortschatz Ihres Kindes beträgt weniger als 50 Wörter.
  • Das Kind hält selten Blickkontakt.
  • Es spielt meistens alleine.
  • Ihr Kind hat Schwierigkeiten Aufforderungen zu verstehen.
  • Ihr Kind begleitet das Spiel nicht sprachlich.
  • Es kommuniziert hauptsächlich über Gestik und Mimik.
  • Es ist häufig traurig oder wütend, weil es nicht verstanden wird.
  • Die altersübliche Wortschatzexplosion (Wortschatzerweiterung auf 150-200 Wörter) ist bislang ausgeblieben.

Die Früherkennung erfolgt normalerweise bei der Vorsorge-Untersuchung U7 (21. – 24. Monat) durch den Kinderarzt. Wenn Sie unsicher sind, ob die Sprachentwicklung Ihres Kindes normal ist, kommen Sie gerne zu einem Präventionsgespräch.

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