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Kindliche Ess-, Fütter-, Schluckstörungen

Was ist eine Ess- und Fütterstörung?

Von kindlichen Ess- und Fütterstörungen spricht man, wenn Säuglinge und Kleinkinder Probleme haben, ihre Nahrung richtig zu sich zu nehmen. Die Ursachen solcher Störungen können sehr vielfältig sein.

Wie entsteht diese?

Mögliche Gründe können in Komplikationen bereits während der Schwangerschaft oder bei der Geburt liegen. Auch eventuelle traumatische Erlebnisse können der Auslöser sein. Nicht selten treten die Störungen bei schweren Erkrankungen, Fehlbildungen und Gendefekten auf.
Hintergrund ist dann oftmals eine funktionelle oder organisch bedingte Störung der Mundmuskulatur und allen weiteren Strukturen, die am Schluckvorgang beteiligt sind!

Was sind die Anzeichen?

Meist zeigt sich eine Beeinträchtigung der Nahrungsaufnahme schon in den ersten Lebenswochen. Probleme beim Stillen oder das Verweigern der Flasche sind dann die häufigsten Symptome. Als Folge dessen können die Kinder ihr Gewicht nur schwer halten, oft kommt es sogar zum Gewichtsverlust und/oder einer Gedeihstörung.

Warum ist hier rasches Handeln erforderlich?

Neben der großen Belastung für die Eltern, da fast jede Mahlzeit zur Qual wird, ist dringend Handlungsbedarf geboten, um eine mögliche Entwicklungsstörung zu vermeiden und einer Verschlechterung, die bis hin zu einer Bedrohung für das Leben des Patienten führen kann, entgegenzuwirken!

Eine Fütterstörung bei Babys und im frühen Kindesalter sollten umgehend von einem erfahrenden Logopäden behandelt werden.

Ab wann und wie sollte die Therapie stattfinden?

Wurde eine Ess- und Fütterstörung durch den Arzt diagnostiziert, kann bereits die Therapie einsetzen! Meist kommen unsere kleinsten Patienten mit etwa einem halben Jahr zu uns. In der Therapie wird das Füttern beobachtet und begleitet. Gemeinsam mit den Eltern werden dann Strategien erarbeitet, welche beiden Seiten das Füttern erleichtern.
Eine intensive Therapie und engmaschige Therapieintervalle von 2-4x wöchentlich sind hier besonders wichtig, um schnell Fortschritte erreichen zu können.
In sehr schweren Fällen sollte die Therapie täglich stattfinden.

Informationen im Schnellüberblick:

Anzeichen einer kindlichen Dysphagie, also einer Schluckstörung

Leitsymptome einer Dysphagie in der oralen Phase (Mundraum):

  • Austritt von Speichel und/oder Nahrung aus dem Mundraum.
  • Herabgesetzte oder erhöhte Sensibilität in der Mundhöhle. (Manchmal bleiben Nahrungsreste einfach im Mund ohne heruntergeschluckt zu werden.)
  • Die Kraft und Beweglichkeit im Kiefer ist vermindert
  • Probleme die Nahrung mit der Zunge zu transportieren.
  • Mitunter zu starke Reflexe, zum Beispiel Würgereflex oder Beißreflex

Ursachen einer Futterstörung im Überblick:

Es gibt sehr viele Ursachen für eine Schluckstörung, einige der Klassischen sind:

  • Frühgeburt des Kindes.
  • Ein angeborenes -fehlerhaftes- Schluckmuster.
  • Vergrößerte Polypen oder vergrößerte Mandeln.
  • Kindliches Daumenlutschen.
  • Chronische Mundatmung.
  • Eine unphysiologische Kopf- und Körperhaltung.
  • Wahrnehmungsstörungen.
  • Angeborene oder erworbene Hirnschädigungen.
  • Lippen-Kiefer-Gaumen-Segelspalten, sonstige anatomische Fehlbildungen.
  • Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich.

Unbehandelte Dysphagien können lebensbedrohliche Folgen haben:

  • Nahrungsverweigerung kann zu Entwicklungsstörungen durch starke Gewichtsabnahme führen.
  • Dehydration (Flüssigkeitsmangel).
  • Mangelernährung, da unter anderem Mineralien und Vitamine fehlen.
  • Lungenentzündungen, etwa wenn Speisereste durch falsches Verschlucken in die Lunge eintreten.
  • Bronchitis, Entzündung der Bronchien.
  • Fieber.

Da es sich bei dieser Störung um eine sehr individuelle Therapie handelt, wenden Sie sich bei weiteren Fragen gern an uns.

Haben Sie noch Fragen zum Thema: "Kindliche Ess-, Fütter-, Schluckstörungen"?

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